Rübennase


Liebes Langohr,

wie bei so vielen Podis aus dem Süden meinte auch das Leben es nicht gut mit Dir.
Als Du alt warst und Deinem „Herren“ nicht mehr dienen konntest, wurdest Du „entsorgt“ und in die Perrera abgeschoben. Aber zum Glück gibt es Tierschützer auf Fuerte und das Team vom THF nahm Dich mit und gaben Dir endlich das, was eigentlich jedes Tier erfahren sollte. Ganz viel Liebe, Aufmerksamkeit, immer einen vollen Napf, einen warmen Platz zum Schlafen und endlich die Gelegenheit, Vertrauen zu den Menschen zu finden. Du hattest viele Jahre auf Deinem Buckel und durftest endlich glücklich sein! Aber dann bliebst Du eines Morgens in Deiner warmen Hütte und bist ohne ein Wort zu der Regenbogenbrücke gegangen. Still und Leise. So wie Du eigentlich immer warst. Nie wolltest Du jemandem zur Last fallen…… Das war Dein wunderbarer Charakter! Du mochtest jeden Menschen sowie Deine Kumpels, auch wenn man Dir im Leben ganz arg mitgespielt hat. Aber das ist eben Podi-Art.

Grüsse ganz doll Deine anderen Kumpels und glaube mir,
eines Tages sind wir alle vereint.
In unseren Herzen wirst Du weiter leben.
Fühle Dich ganz doll geknuddelt.

Dicken Drücker
Heike und Tobi mit den Fellnasen PINKY, OJO und PELUZO


DER ALTE KETTENHUND
Ich bin allein, es ist schon Nacht
und stille wird´s im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durch´s morsche Dach,
Stroh gab´s schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört -
und wüßt mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck
ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd´ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern´ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich FREI.

(Autor nicht bekannt)


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