Der Schutzengel gequälter und namenloser Tiere
Die Namenlosen

Hallo,
wir beide sind schon lange tot und hatten niemals einen Namen. An uns erinnert sich niemand. Wir haben nie jemandem etwas bedeutet.

Die Namenlosen


Unsere Heimat war Thailand. Das Leben war für uns ein Kampf. Noch schlimmer war es für uns, hierher zu finden. Eines Tages wurden wir eingefangen und in enge Holzkisten gesperrt. Neben uns waren noch viele andere solcher Kisten. Wir waren verwirrt und wussten nicht, was das zu bedeuten hat. Wir bekamen Angst. Dann beobachteten wir, dass in der Nachbarkiste durch ein Loch in der Decke eine Schlinge kam. Sie legte sich um den Hals eines Freundes, den wir von unseren Streifzügen kannten. Die Schlinge wurde nach oben gezogen. Unser Freund wehrte sich schrecklich und versuchte, sich mit den Pfötchen zu befreien. Er gurgelte noch lange, bevor sein Körper schwer und leblos in der Schlinge hing. Unsere Angst war schrecklich. Wir in unserer Box kannten uns nicht, aber nun rückten wir zusammen, schrien und umklammerten uns. Dann öffnete sich das Loch über uns. Der Schmerz war unermeßlich groß. Als wir uns auf den Weg zur Regenbogenbrücke machten, blickten wir zurück und sahen, wie sie uns die Häute abzogen. Die Felle gingen nach Deutschland. Als wir hier oben ankamen, waren wir sehr erstaunt, weil wir Katzen trafen, die uns erzählten, dass Menschen auch nett zu uns sein können, dass es gute Menschen gibt. Wir schöpften ein bisschen Hoffnung und überlegten uns dann, unser Schicksal weiterzuerzählen. Vielleicht hilft es unseren Freunden auf der Erde, für die jeder Tag ein Kampf ums Überleben ist. Wir grüßen alle lieben Menschen und hoffen, dass sie folgende Seiten besuchen werden, um gegen den grausamen Tod zu unterschreiben, den wir für unsere Felle erleiden mußten:
Katzenmord.

Macht es gut ihr Menschen, hier fühlen wir endlich keinen Schmerz mehr!

Die Namenlosen

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