Es war ein Tag im Mai 2002, als wir die Anzeige in der Zeitung lasen,
woraufhin wir dich kauften. Dein vorheriges Zuhause war grauenhaft,
mit 30 Katzen in ein Zimmer gesperrt, deine Mama schon wieder schwanger
und du mittendrin als kleines Häufchen Elend. Wir nahmen dich mit und
da begann der schönste Teil in deinem viel zu kurzen Leben. Doch nach
ein paar Tagen merkten wir, das etwas mit dir nicht stimmte und fuhren
zum Tierarzt. Du hattest Flöhe, Ohrmilben und Katzenschnupfen. Wir
behandelten das alles und es wurde schnell besser, so dass wir für dich
einen Spielgefährten kauften. Deinen besten Freund Odin.
Ihr wart von Anfang an unzertrennlich, habt im selben Bett geschlafen,
miteinander gekuschelt und euch auch manchmal gebalgt. Es hat uns
soviel Freude gemacht euch zuzusehen. Dann wurdest du wieder schwächer
und wir gingen erneut mit dir zum Tierarzt, der dich an den Tropf hängte
und sagte, dass du eigentlich ganz gesund bist. Dein Zustand besserte
sich nicht und so wechselten wir den Tierarzt. Deine neue Tierärztin
hat sich sehr viel Zeit mit dir genommen, alles getestet und soviel
für dich getan. 'Ihre kleine Lucy hat FIP', sagte sie uns eines Tages
und erklärte uns alles ganz ausführlich, dass es aber bei nicht jeder
Katze ausbrechen muß. Und so kämpften wir um dein kleines Leben und
fuhren fast täglich mit dir zum Tierarzt, um dir Aufbauspritzen zu geben.
Doch dein Zustand verschlechterte sich drastisch, so dass wir überlegen
mußten, was für dich das beste wäre. Wir einigten uns mit unserer
Tierärztin dich übers Wochenende an den Tropf zu schließen und zu gucken,
ob du auf das Antibiotikum anschlägst. Wir riefen jeden Tag an, um uns
nach dir zu erkundigen und es ging dir auch ein bißchen besser, so dass
wir wieder Hoffnung hatten. Dann am Montag morgen rief uns die Tierärztin
an und meinte, dass es dir sehr schlecht geht und dass du erlöst werden
mußt. Micha fuhr daraufhin sofort los, um wenigstens bei dir zu sein
in deiner letzten Stunde. Es tat ihm sehr weh, dich so hilflos liegen
zu sehen und dann die Entscheidung zu treffen, dass es besser ist
dich zu erlösen. Er blieb bei dir und nahm dich anschließend mit nach
Hause, damit du wenigstens nah bei uns deine letzte Ruhe finden konntest.
Ich war zu traurig, um bei dir sein zu können. Es tut mir leid, du fehlst
mir so sehr, meine über alles geliebte Lucy. Du fehlst uns allen,
vor allem dein Freund Odin vermisst dich sehr.
Er hat dich überall
gesucht und viel geweint. Unser einziger Trost ist, dass du es in
deinen letzten Monaten schön gehabt hast und da wo du jetzt bist,
ein schöneres Leben hast, als hier bei uns.
Geliebte Lucy wir werden dich niemals vergessen und in unseren
Herzen wirst du für immer weiter leben.
Wir werden uns an der Regenbogenbrücke wiedersehen und dann für immer
vereint sein.
Deine dich liebende Familie
Michael, Anna und dein bester Freund Odin