L E N I
* 1979
+ 1993


Dies ist die Geschichte von Leni

Es war im September 1979, ich hatte meine erste eigene Wohnung bezogen und die Abende waren manchesmal sehr leer. Ich erzählte einem Bekannten, dass ich gerne eine Katze hätte. Der meinte, das ist gar kein Problem, der Bauer nebenan hat welche. Am nächsten Tag brachte er mir in einer Schachtel ein schwarzes Häufchen Elend mit. Er sagte nur, wenn du sie nicht nimmst, dann wird sie erschlagen. Leni war ca. 6 Wochen alt und als ich ihre Augen sah, konnte ich es doch nicht zulassen, dass sie getötet wird. Also Karton genommen, zum Tierarzt gefahren und eingekauft.

Es begann eine Freundschaft, die fast 14 Jahre dauerte. Wenn es mir schlecht ging, Leni tröstete mich. Wenn ich Rückenschmerzen hatte, Leni wußte genau, wo sie sich hinlegen musste. Als ich dann eine neue Wohnung suchte, ging sie mit. Die Wohnung war nur drei Häuser von meinen Eltern entfernt, so dass Leni nun zwei Plätze hatte, wo es ihr gut ging. 1985 lernte ich meinen ersten Mann kennen. Leni konnte ihn nicht leiden, wenn er kam, dann biss sie ihn oder kratzte wenn er nach ihr greifen wollte. Hätte ich auf sie gehört, wäre mir vieles erspart geblieben!!!! Als wir dann heirateten und ich zu ihm zog (direkt an eine Hauptstraße) blieb Leni bei meinen Eltern. Dort hatte sie ein schönes Leben. Wenn ich kam begrüßte sie mich immer freudig, meine Kinder akzeptierte sie als notwendiges Übel.

Im Herbst 1992 hatte sie einen kleinen Pickel am Unterkiefer, der langsam immer größer wurde. Im Mai 1993 war der Tumor so groß, dass sie nicht mehr alleine fressen konnte. Als wir ihr Leiden nicht mehr mitansehen konnten ging ich schweren Herzens mit ihr zum Tierarzt..... Nie werde ich ihren dankbaren Blick vergessen während ich heulend neben ihr saß. Ich streichelte sie solange, bis sie eingeschlafen war.

Begraben wurde sie im Garten meiner Eltern.

Einen Gruß send ich Dir hinter die Sterne, liebe Leni!



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