Die Geschichte
von Moritz

kleiner Moritz
Mein Herz blieb stehen, als am 24. Jänner 2003 MUCKI aus seinem Schlafplätzchen (Appartement im Wäscheschrank) sprang und fürchterlich miaute. Er floh ins hinterste Eck unter die Couch und ich getraute mich nicht, ihn hervorzuholen. Als er nach 10 Minuten gutem Zureden endlich herauskam, sah ich, daß er mit der Vorderpfote hinkte. Da gab es kein Zaudern, ich holte den Korb und auf dem schnellsten Weg zum Tierarzt. Er schrie (miaute) herzzerreißend, den ganzen Weg und im Wartezimmer. Endlich kamen wir an die Reihe, ich hoffte auf ein gezerrtes, verstauchtes oder wenigstens "NUR" gebrochenes Pfoterl. Aber der liebe Gott wollte es anders. Das Pfötchen war gelähmt, keine Reaktion, und da Mucki schon vor eineinhalb Jahren Anfälle hatte, die von Durchblutungsstörungen im Kopf kamen und er 13 Jahre alt war und es keine Hilfe gab, ließ ich ihn schweren Herzens über die "REGENBOGENBRÜCKE" gehen. Ich hatte 1 Stunde Zeit mich von ihm zu verabschieden und ich sprach ihm und mir Mut zu und entschuldigte mich bei ihm, nur Mucki sollte nicht leiden das hatte er nicht verdient. Die Tränen rannen in sein Fell und er schnurrte bis zur letzten Sekunde. Dann zu Hause die große Leere, obwohl da noch SMOKI ist (seine schwarze SCHWESTER). Sie machte es uns auch nicht leicht, denn sie suchte und suchte immer wieder und bei allem was sie tat schaute sie immer ob nicht Mucki um die Ecke kommt.

Am 30. Jänner hielt ich es nicht mehr aus, es mußte ein Spielgefährte zu Smoki (ich hatte immer seit 34 Jahren 2 Katzen). Auf ins Tierheim, denn ich wollte ein armes Tierchen holen und ihm ein zu Hause geben. Da waren viele, aber eine war weiß mit schwarzen Flecken, die mich an MECKI erinnerte (Mecki und Snoopi sind auch bei den Sternenkatzen) nur hatte die Sache einen Haken, da war noch ein Geschwisterchen und die sollten gemeinsam genommen werden und das geht beim besten Willen nicht (so gern ich es täte, aber der Verstand sagte geht nicht). Also Enttäuschung. Ich wollte schon gehen da sagte die Dame vom Tierheim: "Moment,ich hätte da noch was, aber der ist in Quarantänestation und wird morgen kastriert." Aber anschauen könnte ich ihn. Na gut, dachte ich schau ich halt einmal. Und dann traf mich der LIEBESPFEIL mitten ins Herz. Ein 7 monatiges rötliches Katzenbübchen hielt sie im Arm und als ich ihn streichelte, fing er SOFORT zu schnurren und schmusen an. Da brauchte ich gar nicht mehr zu denken, mein Herz war gestohlen. Am 31. Jänner durfte ich ihn holen und es stand fest "MORITZ" sollte er heißen. Er hat ein freches Gesichtchen und es kam noch besser, schon am zweiten Tag hatte er auch SMOKI "becirct", ohne viel Faucherei und nur einem Pfotenhieb, als er mal zu frech wurde. Am dritten Tag schliefen sie schon zusammengekuschelt.


Moritz ist ein verschmustes schnurrendes, immer wie ein Hündchen hinter mir herlaufendes und überall dabeiseiendes Fellknäuel.


Er hat ALLE Eigenschaften die Mucki auch hatte, geht automatisch auf alle Plätzchen wo Mucki sich am liebsten aufhielt, selbst ins "Appartement" von Mucki geht er schlafen.
Moritz im Appartement

Und immer sucht er Körperkontakt. Ich habe oft das Gefühl, daß in MORITZ die Seele von Mucki steckt, anders kann ich es mir nicht erklären.

Moritz mit Christiane

Und vielleicht schaut Mucki zu (ganz bestimmt tut er das) und zeigt ihm diese Dinge. Vielleicht ist er eine Reinkarnation von Mucki. Schon langsam glaube ich es. Auf jeden Fall bin ich nicht mehr so traurig und wenn Smoki und Moritz ihre "damischen" 10 Minuten haben, da geht es rund und die Sprünge und Verdrehungen bringen uns zum Lachen, das ist gut fürs Herz und Gemüt und da braucht man kein Fernsehen. Und MUCKI, Mecki und Snoopi schauen uns sicher zu von den Sternchen.

MUCKI, das mußte ich schreiben, für ALLE die zögern, sich ein NEUES Tierchen zu holen, wenn ihr LIEBLING über die Regenbogenbrücke gehen mußte. So eng liegen Trauer und Glück beisammen, man muß nur wollen und tut damit einem Geschöpf Gutes (und sich selbst). Man vergißt kein Tierlein das einen Teil unseres Lebens mit uns verbringen durfte.

Helga Speiser

...nach einigen Wochen


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